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Post vom schwarzen Schaf


Post vom schwarzen Schaf

Geschwisterbriefe
2. Auflage

von: Brigitte Reimann, Angela Drescher, Heide Hampel

17,99 €

Verlag: Aufbau Digital
Format: EPUB
Veröffentl.: 13.07.2018
ISBN/EAN: 9783841216366
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 416

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

„Ihr seid die beste Familie der Welt“ – Brigitte Reimanns unveröffentlichte Geschwisterbriefe.

Brigitte Reimann wollte immer über ihre Geschwister schreiben. Deren Konflikte, Reibungen, Energie schienen ihr symptomatisch für die junge Generation, die sich in den 60er Jahren aufmachte, ihre Ideale umzusetzen. Weil kaum jemand damals Telefon hatte, gingen Briefe zwischen Rostock, Hoyerswerda und Hamburg hin und her: Ermutigungen, Beichten, „Weiberkram“. Besonders mit Lutz, der in den Westen geflohen war, stritt sie erbittert über Politik. Am Ende ihres Lebens, als sie sich ironisch als „schwarzes Schaf“ der Familie sah – kinderlos, krebskrank, der Roman unvollendet –, waren es die Geschwister, die ihr Mut machten. Nun fügen sich die Briefe der Brüder und Schwestern zu einem deutsch-deutschen Familienroman, in dessen Zentrum eine außergewöhnliche Schriftstellerin steht.
Brigitte Reimann, geboren 1933 in Burg bei Magdeburg, war seit ihrer ersten Buchveröffentlichung freie Autorin. 1960 zog sie nach Hoyerswerda, 1968 nach Neubrandenburg. Nach langer Krankheit starb sie 1973 in Berlin. Veröffentlichungen: Ankunft im Alltag (1961), Die Geschwister (1963), Das grüne Licht der Steppen. Tagebuch einer Sibirienreise (1965), Franziska Linkerhand (1974). Außerdem die Briefwechsel mit Christa Wolf, Sei gegrüßt und lebe. Eine Freundschaft in Briefen 1964-1973 (1993), mit Hermann Henselmann, Mit Respekt und Vergnügen (1994), Aber wir schaffen es, verlaß Dich drauf. Briefe an eine Freundin im Westen (1995) und mit Irmgard Weinhofen, Grüß Amsterdam. Briefwechsel 1956-1973 (2003), sowie die Tagebücher Ich bedaure nichts (1997) und Alles schmeckt nach Abschied (1998). Aus dem Nachlaß: Das Mädchen auf der Lotosblume. Zwei unvollendete Romane (2003). Zuletzt erschienen Jede Sorte von Glück. Briefe an die Eltern (2008) und Post vom schwarzen Schaf. Geschwisterbriefe (2018).
Angela Drescher, geboren 1952, ist Lektorin und gab Werner Bräunigs Roman "Rummelplatz" heraus, außerdem die Tagebücher Brigitte Reimanns und die ungekürzte Neuausgabe des Romans "Franziska Linkerhand".  
Heide Hampel, geboren 1946, war langjährige Leiterin des Literaturzentrums Neubrandenburg mit dem Brigitte-Reimann-Archiv. Sie ist Herausgeberin von Büchern über Hans Fallada und Brigitte Reimann.
„Ich möchte mal über meine Geschwister schreiben. Merkwürdig, sie sind auf einmal erwachsen, haben ihren eigenen Lebenskreis, ihre Liebe, ihre Arbeit, eigene Ansichten …“, schrieb Brigitte Reimann 1965 in ihr Tagebuch. Die Konflikte ihrer beiden Brüder und der Schwester, ihre Reibungen und Energie schienen ihr symptomatisch für die junge Generation, die sich in den 60er Jahren aufmachte, ihre Ideale umzusetzen.
Weil kaum jemand damals Telefon hatte, gingen Briefe zwischen Rostock, Hoyerswerda, Oranienbaum und Hamburg hin und her: Ermutigungen, Ratschläge, Beichten, „Weiberkram“. Besonders mit Lutz, der in den Westen geflohen war, führte sie erbitterte politische Auseinandersetzungen. Am Ende ihres Lebens, als sie sich ironisch als „schwarzes Schaf“ der Familie sah – kinderlos, zum vierten Mal verheiratet, krebskrank, der letzte große Roman unvollendet –, waren es die Geschwister, die ihr Mut machten.
Nun fügen sich die unzähligen Briefe der Brüder und Schwestern zu einem deutsch-deutschen Familienroman, in dessen Zentrum eine außergewöhnliche Schriftstellerin steht.
„Ihr seid die beste Familie der Welt.“

Brigitte Reimann wollte immer über ihre Geschwister schreiben, zwei Brüder und eine Schwester, temperamentvoll, streitlustig und eigensinnig. So munter wie die Treffen und Feiern war auch ihre Korrespondenz, denn stets siegte über alle Zwistigkeiten der Familiensinn.
Nun fügen sich ihre unzähligen Briefe zu einem deutsch-deutschen Familienroman, in dessen Zentrum eine außergewöhnliche Schriftstellerin steht.

„Jon hatte recht, als er unsere Familie als einen Indianerstamm bezeichnete.“ Brigitte Reimann, 21. April 1965

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